Upcycling im Haushalt: welche Behälter wirklich taugen
Nicht jeder leere Behälter ist ein guter Kandidat für ein DIY-Projekt. Glas, Metall und bestimmte Kunststoffe lassen sich mit wenig Aufwand umfunktionieren, während andere Materialien beim Bohren splittern, beim Erhitzen giftige Dämpfe abgeben oder schlicht keine stabile Form behalten. Wer sein Zuhause nach verwertbaren Resten durchsucht, sollte deshalb zuerst nach Schraubgläsern, Konservendosen und stabilen Kunststoffeimern Ausschau halten. Diese drei Kategorien decken die meisten praktischen Upcycling-Ideen ab, von Aufbewahrungsbehältern über Pflanzgefäße bis hin zu Lampenschirmen.
Metallbehälter sind besonders vielseitig, aber nicht unbegrenzt einsetzbar. Konservendosen und Farbtöpfe aus Weißblech eignen sich hervorragend für Stifthalter, Blumentöpfe oder Laternen, solange die Schnittkanten sauber entgratet werden. Wer eine alte Dose als Kerzengefäß nutzen möchte, sollte vorher prüfen, ob die Innenbeschichtung hitzebeständig ist und keine Lackreste bei Erwärmung ausdünsten. Genau diese Prüfung lässt sich mit einer Anleitung zum Prüfen alter Dosen als Kerzengefäß Schritt für Schritt nachvollziehen. Aluminiumdosen wiederum verformen sich schnell und sind für tragende Konstruktionen kaum geeignet.
Glas ist der dankbarste Werkstoff im Haushalt. Marmeladengläser, Senfgläser und Weinflaschen lassen sich reinigen, etikettieren und vielseitig weiterverwenden. Sie sind lebensmittelecht, hitzebeständig bis zu einem gewissen Grad und optisch ansprechend. Vorsicht ist bei dünnwandigen Dekogläsern geboten, die bei Temperaturschwankungen springen können. Für Teelichter, Gewürze oder selbstgemachte Kosmetik sind sie trotzdem eine gute Wahl. Wer Gläser zuschneiden will, braucht spezielles Werkzeug und etwas Geduld, denn einfache Glasschneider hinterlassen oft unregelmäßige Kanten.
Kunststoffbehälter verdienen einen differenzierten Blick. Eimer, Joghurtbecher und Kanister aus Polypropylen oder Polyethylen sind robust und lassen sich gut zuschneiden. Weichmacherhaltiges PVC dagegen verformt sich bei Hitze und sollte nicht für Lebensmittel oder Kerzen verwendet werden. Auch Verbundmaterialien wie Tetra Paks sind für Upcycling nur bedingt geeignet, weil sich die Schichten kaum trennen lassen. Wer sich unsicher ist, wirft einen Blick auf den Recyclingcode am Boden. Ein Behälter ohne Kennzeichnung landet besser im Restmüll als in einem Projekt, das nach zwei Wochen auseinanderfällt.